Die Lucky Cap Story

Im Herbst 2009 hat es in Budapest begonnen. In Vorbereitung auf die Ungarische Barista Championship habe ich mich auf einem Antiquitäten- und Trödelmarkt nach Kristallgläsern umgeschaut, da ich geplant hatte, bei meiner Wettbewerbspräsentation das Flair der glücklichen 20-er, 30-er Jahre hervorzuzaubern. Als Ergebnis langen Suchens stieß ich auf ein paar wunderschöne Stielgläser, der Händler sagte mir jedoch, dass er die von mir ausgewählten fünf Gläser nur dann an mich verkauft, wenn ich noch etwas erwerbe. Die Gläser blieben dort, ich habe im Angebot weiter gesucht. Die Zeit verging, ich fand keine weiteren Gläser, die mein Gefallen gefunden hätten, und befürchtend, dass der Markt bald schließt, war ich gezwungen, wieder zum Stand zurückzugehen. Am Eingang hingen auf einem Thonet-Garderobenständer mehrere Dutzend Mützen, Kappen und Hüte. Ich suchte mir einen nach Größe und Zustand passenden Hut. eine Melone aus – und so bekam ich die Gläser. Diese Melone hat mich während meiner Laufbahn begleitet und mir 2009 zum CGS-Meistertitel, dann 2010 zu Rang 6 bei den World Championship und zwei weiteren ungarischen Meistertiteln verholfen. Zur WM in Bogota kam die Melone als unbedingter Reisebegleiter mit mir mit, und wo wäre sie besser aufgehoben gewesen, als auf meinem Kopf? Die Mitwettbewerber haben mich dann ab dem zweiten Tag nur noch so begrüßt: „Hi Lucky Cap!“

2012 begann ein neuer Lernprozess. Ich wollte die Welt der speziellen Kaffees so gut wie nur möglich kennenlernen, und den von mir aktuell aus aufregend empfundenen Stil auch anderen zugängig machen. Im Laufe des Lernprozesses sind wir, meine Mitarbeiter und ich auch darauf gekommen, dass die Vertreter der beiden bestimmenden Stile (traditionell italienisch und die „New Waves“) hartnäckig, ausschließlich die von ihnen vertretene Richtung als die richtige oder fachlich entsprechende akzeptieren, während sie die andere Richtung gnadenlos unterbewerten. Wir wollten in diesem Streit unsere eigene Wahrheit finden, aus diesem Grund haben wir jedes einzelne Getränk, das wir in unserem Lokal, das den Namen „Haus des Kaffees“ trägt, zubereiten, unter die Lupe genommen. Wir haben Versuche angestellt, nachgeforscht, aus welchen Grundstoffen, mit welcher Technologie, mit welchen technischen Parametern, Wasser und proportionalen Anteilen ein jedes Getränk das Gesicht zeigt, das fachlich richtig ist und für unsere Konsumenten Genuss bedeutet. Das Endergebnis dieser Forschung haben wir Lucky Cap Micro Roastery Coffee Conception genannt, darin findet der traditionelle italienische Kaffeestil ebenso seinen Platz wie auch die unrichtigerweise Speciality Coffee Style genannten New Wave Coffees.

Das ist im Prinzip die Lucky Cap Story.

 

Visit fbetting.co.uk Betfair Review